Geschichte

der Feuerwehr Schapdetten

Die erste als Feuerwehr zu bezeichnende Organisation in Schapdetten war die von 1854 an bestehende Pflichtfeuerwehr, Brandabwehr-Verein genannt.Jeder Bürger war verpflichtet, bei einem Brand den Anweisungen des Leiters des Brandabwehr-Vereins zu folgen und bei den Lösch- und Rettungsarbeiten zu helfen. Zudem hatte sich jeder Gemeindeeingesessene seine Löschgeräte, bestehend aus einem Feuer-Haken und zwei Leder oder imprägnierten Leinen gefertigten Löscheimers zu beschaffen und in Ordnung zu halten.
Der einwandfreie Zustand der Löschgeräte wurde bei regelmäßig abgehaltenen Feuerschauen kontrolliert. Zusätzlich stand dem Brandabwehr-Verein eine fahrbare, von einem Pferdegespann gezogene Handdruckfeuerspritze zur Verfügung.

Fahrspritze

Fahrspritze Gemeinde Unter – Jllnau / ZH 1872

Diese musste von mindestens acht Männern betätigt werden. Das Spritzenhaus wurde auf einem von Schulze-Detten und Schulze-Grewing zur Verfügung gestellten Grundstück an der damaligen Dorfstraße erbaut. Chefs der Pflichtbrandwehr waren Johannes Froning, Bernhard Wortmann und Heinrich Jostmeyer.Nach dem 1. Weltkrieg übernahmen die Söhne der Brandmeister Wortmann und Jostmeyer die Leitung der Wehr.Die Pflichtfeuerwehr sorgte dafür, dass im Brandfall Hilfskräfte vorhanden waren. Nur fehlte es ihnen Die  Ausbildung  und Erfahrung im Umgang mit den Löschgeräten. Aus diesem Grund wurde in Schapdetten, wie schon in anderen Gemeinden, der Ruf nach einer ausgebildeten und organisierten Feuerwehr laut.
Im Jahr 1933 war es soweit. In Schapdetten wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Die Gründungsversammlung fand auf der Tenne des Hofes Schulze-Detten statt. Zum ersten Brandmeisterwurde der Landwirt Heinrich Brochtrup gewählt. Die immer noch vorrätige alte Handpumpe wurde Anfang des 2. Weltkrieges durch eine Motorpumpe ersetzt. Bis Ende des Krieges war die Schapdettener Wehr nach Luftangriffen in Münster des Öfteren im Einsatz. Die Leitung der Feuerwehr blieb auch in Jahren nach dem Krieg in den Händen von Heinrich Brochtrup. 1952 wurde Johannes Jostmeyer zum neuen Leiter der Schapdettener Feuerwehr bestellt. Sofort Begann er damit, die durch den 2.Weltkrieg und deren Folgen stark dezimierten Feuerwehr neu aufzubauen. Neue Leute wurden aufgenommen und ausgebildet.

Am 19 Juli 1953 konnte die Wehr dann in ein neues Feuerwehrhaus einziehen. Endlich stand der Feuerwehr ein genügend großes Haus für die Geräte und ein unter dem Hof des Gerätehauses untergebrachter Wasserbehälter zu Verfügung. Da zu dieser Zeit in Schapdetten noch kein leistungsfähiges Wasserleitungsnetz mit Hydranten bestand, war dieser Behälter für die Versorgung des Ortskerns mit Löschwasser von besonderer Bedeutung. Die Pumpe musste aber weiterhin mit einem Traktor zum jeweiligen Einsatzort gezogen werden.
wagenDieser Zustand änderte sich im Jahr 1956 durch die Beschaffung des ersten Feuerwehrkraftfahrzeuges für die Schapdettener Feuerwehr. Das Interesse der Wehr an einem solchen Fahrzeug, lässt sich schon daran erkennen, dass aus den Reihen der Feuerwehrkameraden der Gemeinde eine Spende zur Finanzierung des Fahrzeuges zur Verfügung gestellt wurde. Das Fahrzeug war ein sogenanntes T.S.F., ein Tragkraftspritzenfahrzeug, das die Pumpe, Gerät und 4 Feuerwehrleute transportieren konnte.Vom Jahr 1957 an bis 1973 stellte die Feuerwehr Schapdetten auch einen Bereitschaftstrupp für den Zivilschutz zur Verfügung.

Der Trupp war mit einem geländegängigen T.L.F., Tanklöschfahrzeug ausgerüstet, welches im Einsatzfall von der Feuerwehr mitbenutzt werden konnte. Nach 16 Jahren zuverlässigen Dienst in der Schapdettener Wehr wurde das T.S.F. ausgemustert und ein neues L.F.8 (Löschfahrzeug) beschafft.
Am 24.11.1972 übergab der damalige  Vorsitzende des Feuerwehrlöschverbandes des Amtes Nottun, der Amtsbürgermeister Ludger Blakert, im Beisein von Gemeindebürgermeister Bernhard Aldenborg und Gemeinderat die Schlüssel des L.F.8 an den Wehrführer Johannes Jostmeyer. Pfarrer Josef Klapper gab dem Fahrzeug den Segen der Kirche und wünschte der Wehr, dass sie mit dem neuen Wagen der Bevölkerung stets schnelle Hilfe leisten könnte. Anfang 1973 übergab Johannes Jostmeyer, der die Wehr 20 Jahre geführt hatte, die Leitung an Helmut Kemper ab. Im gleichen Jahr feierte die Wehr ihr 40 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass war auch die Feuerwehr aus Meldorf, mit der seit dem Bundesfeuerwehrtag im Jahre 1970 eine Partnerschaft besteht, bei uns zu Gast.

Im Jahr 1975 wurde die selbstständige Gemeinde Schapdetten in die Großgemeinde Nottuln eingegliedert, sie wurde der Ortsteil Schapdetten. Für die Feuerwehr bedeutete das, dass sie der Löschzug Schapdetten der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln wurde. Zu aller Zufriedenheit muss man doch feststellen, dass besonders für die Feuerwehr die Eingliederung sehr problemlos von statten ging.  Schließlich hatten die nun zusammengeschlossenen Wehren schon vorher innerhalb des Löschverbandes des Amtes Nottuln zusammengearbeitet. Die Leistungsfähigkeit der Wehr konnte durch interne Schulungen weiter gesteigert werden, die sie bei den jährlichen stattfindenden Leistungswettkämpfen unter Beweis stellt.Helmut Kemper gab 1982 den Anstoß zur Erweiterung des Feuerwehrgebäudes, dass auf Grund fehlender finanzieller Mittel abgelehnt wurde.Das Feuerwehrgerätehaus war eine ungeheizte Garage, in der die Einsatzkleidung im Winter gefroren war. Keine Toiletten und kein Waschbecken. Aber Politik und Verwaltung kamen zu keiner Entscheidung.Im Dezember 1983 dann Plötzlich die Zusage, das Haus soweit zu verändern,dass ein Schulungsraum, Toilette und eine Heizung einen normalen Feuerwehrdienst ermöglicht.Dann haben wir unser Feuerwehrhaus,langsam mit viel Eigenleistung eingerichtet.Nun war es möglich, an Dienstabenden in einem geheizten Schulungsraum Ausbildung zu betreiben.

Martin Cauvert übernahm 1985 das Amt des Löschgruppenführers von Helmut Kemper.Es war nicht leicht mit immer neuen Herausforderungen fertig zu werden. Es wurden Brandschutzkonzepte, Alarm und Ausrückeordnungen sowie verschiedene Einsatztaktiken erstellt und erarbeitet, woran Martin Couvet als Löschgruppenführer und später als stellvertretender Wehrführer der Gemeinde Nottuln tatkräftig mitarbeitete.Langsam wurde die Löschgruppe Schapdetten jünger und besser ausgebildet. Aber die Wehr hatte noch immer das alte LF 8. Ein Feuerwehrauto ohne Löschwassertank und das im Ländlichen Schapdetten, mit Bauernschaften ohne Löschwasserversorgung. Die Notwendigkeit ein Tanklöschfahrzeug für uns zu beschaffen war unbestritten. Leider war kein Geld vorhanden.  ,, Schade gerne hätte ich die Löschgruppe Schapdetten mit einen neuen Auto an  meinen Nachfolger Winfried Homann übergeben„ ( Zitat Martin Cauvert)

1997 durften Winfried Homann und sein Stellvertreter Christian Kemming  eine gut ausgebildete und motivierte Löschguppe übernehmen. Es war ihnen vergönnt 1 Jahr später das LF/8 auszumustern und ein neues Fahrzeug ( TSf-W) in den Dienst zu nehmen.Der lang gehegte Wunsch nach neuen Räumlichkeiten konnte schließlich in Jahre 2008 umgesetzt werden,sodass nun der Platz für die Zeitgemäße Ausrüstung, Ausbildung und für die Mannschaft vorhanden ist.

Doch was währen wir ohne den Rückhalt unser Frauen, Partnerinnen und Familien die viele Stunden auf uns verzichten müssen,durch die  immer höheren Anforderungen im Einsatz und in der Ausbildung.

>> Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr <<

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schapdetten

Fortschreibung 1997 bis 2013

von

Winfried Homann

1997 übernahm Martin Cauvet die Position des stellvertretenden Wehrführers der Gemeinde Nottuln und gab aus diesem Grunde sein Amt als Löschgruppenführer in Schapdetten auf.
An diese Position rückte sein bisheriger Stellvertreter Winfried Homann nach, der dann als Löschgruppenführer bestellt wurde und eine kameradschaftlich geprägte und gut ausgebildete Truppe von 19 Männern übernahm.
Als Vertreter wurde Christian Kemming benannt.

Von den technischen Veränderungen sollte auch die Feuerwehr in Schapdetten profitieren, indem die Weichen für ein neues Löschfahrzeug gestellt wurden. Das neue Fahrzeug sollte Löschwasser mitführen, die Gerätschaften für eine komplette Gruppe transportieren sowie in dem sehr beengten Gerätehaus seinen Einstellplatz finden.
Und so wurde dann im Jahr 1998 das Alte Löschgruppenfahrzeug (LF/8) durch ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug/Wasser (TSF/W) ersetzt, welches durch den damaligen Pfarrer Vethacke eingeweiht wurde.

Das „Millennium stand vor der Tür und so hatte man auch im hoch entwickelten Computerzeitalter arge bedenken vor Stromausfällen und anderen Katastrophen.
Kurzerhand wurde dann die Feuerwehr zum Jahrtausendwechsel zum Dienst verpflichtet, jedoch gab es keine besonderen Zwischenfälle.

Eine neue Tradition hielt Einzug in unser Dorf, und so wurde am 28. April 2000 das erste Maibaumfest gemeinsam von der Freiwilligen Feuerwehr und der Kolpingfamilie veranstaltet. Bei Gegrilltem und kühlen Getränken wurde der von Heinrich Schulze-Detten gestiftete Tannenmast am Gerätehaus aufgestellt.
Im Juli 2000 kam es in Folge einen Hitzewelle zu starken Gewittern mit heftigen Niederschlägen, sodass Straßen und Gebäude überflutet wurden und die Feuerwehr hier im Dauereinsatz war.

Sie kamen aus nah und fern präsentierten ihre getunten BMW und so begann „BMW-Treffen auf Pauls Bauernhof“! Ein Kultevent auf der grünen Wiese. An die 400 Autos dieser Marke, ob alt oder jung, es war eine gelungene Veranstaltung die dann jedes Jahr stattfand und die Feuerwehr am Grillstand für das leibliche Wohl sorgte.

Sturmtief Jeanett wirbelte am 27.Oktober.2002 durchs Land und hielt die Feuerwehr in Atem. Bei der Leitstelle in Coesfeld wurden 607 Unglücksfälle aus dem gesamten Kreisgebiet gemeldet. Davon waren für die Feuerwehr Nottuln mit den Zügen Appelhülsen, Schapdetten und Darup allein 55 Einsätze in nur kurzer Zeit zu bewältigen.

Ob es sich um Brand- oder um Technische-Hilfe-Einsätze handelte, der Zimmerbrand oder der Verkehrsunfall, die Männer musste eine immer größere Anzahl von Einsätzen bewältigen.
So haben sich die Alarmierungen in den Jahren 2004/05 mehr als verdoppelt. Bisher wurden die Kameraden zu 5-10 Unglücksfällen pro Jahr gerufen, so waren jetzt 20 und mehr Einsätze abzuarbeiten.

Die Führung der Gesamtwehr musste 2005 nachbesetzt werden, da Karl Winnemöller und Martin Cauvet ihre Ämter abgaben. Die Nachfolge traten Heinz Hidding als Wehrführer und Bernd Daldrup als stellvertretender Wehrführer an.

Das im November 2005 einsetzende Schneechaos sorgte auch bei der Feuerwehr für reichlich Verwirrung, denn für solche Katastrophen waren die Feuerwehrleute auch nicht gerüstet. Schnelle und unbürokratische Hilfe leisteten hier die ortsansässigen Landwirte und Lohnunternehmen, die mit ihren Traktoren die verschneiten Dorfstraßen freiräumten.

Schlaue Leute zündeten wieder mal eine Diskussion mit dem Thema: „Zusammenlegung der Ortsteilfeuerwehren“ an. Braucht denn jeder Ortsteil eine Schule, einen Kindergarten, ein Kulturhaus oder eine Feuerwehr? Kann der Brandschutz in den Ortsteilen Schapdetten und Darup vernachlässigt werden? Diese Fragen wurden im Rathaus heiß diskutiert. Aber zuletzt siegte die Vernunft und man entschloss sich an den Feuerwehren in den Ortsteilen festzuhalten.

Kyrill, ein Orkan mit unsagbarer Kraft wütete im Januar 2007 über West-Europa und beschädigte Häuser, knickte Bäume ab und zerstörte auch im Gemeindegebiet ganze Landstriche. Alle Löschzüge wurden in Alarmbereitschaft versetzt um schnelle Hilfe zu leisten. Am Abend des 19. Januar machte der Orkan richtig ernst und fegte mit bis zu 140 km/h übers Land. Bäume wurden entwurzelt, krachten auf Straßen und Stromleitungen. Mülltonnen und Gebäudeteile flogen herum, ganze Dächer wurden abgedeckt und reihenweise vollgelaufene Keller und beschädigte Autos. Der Pegel der Stever stieg bedrohlich an.
Das Licht flackerte, es war Ausnahmezustand.
Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Bis zur Erschöpfung wurden die Einsätze nach einer Prioritätenliste abgearbeitet. Noch Tage war man mit den Aufräumarbeiten beschäftig, an Normalität war nicht zu denken.

Endlich, die Pläne zur Erweiterung und für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Schapdetten für rund 120.000 Euro lagen dem Rat zur Beratung vor, damit der Bauantrag gestellt und die Ausschreibung erfolgen konnte.
Diese Umgestaltung des Feuerwehrgerätehauses war dringend erforderlich, da die bisherige Fahrzeughalle für das Fahrzeug zu schmal, und für das Umziehen der Feuerwehrleute zu wenig Platz vorhanden war.
Geradezu spartanisch war der Zustand der Dusche und der Toilette die sich im Keller befanden.
Im August 2007 vergab dann Josef Kasberg von der Gemeindeverwaltung den Auftrag für den Rohbau, mit dem dann direkt begonnen wurde.
Das 1953 errichtete Gebäude bekam einen Anbau mit einer neuen Fahrzeughalle und die bisherigen Räumlichkeiten wurden saniert und umgebaut. Noch vor dem Winter war die Außenhülle des Gebäudes fertiggestellt und der Innenausbau war in Folge nach rund drei Monaten abgeschlossen.
Am 17.04.2008 wurde dann in einer Feierstunde das neue Gerätehaus durch den Bürgermeister Peter A. Schneider seiner Bestimmung übergeben. Als Gäste waren der Rat der Gemeinde, Architekten und Planer, am Bau beteiligte Unternehmen sowie Vertreter der Löschzüge aus Nottuln, Appelhülsen und Darup der Einladung gefolgt.
Winfried Homann sprach allen den Dank der Feuerwehrkameraden aus, und lobte ausdrücklich die professionelle Arbeit der Herren Kasberg, Gerdemann und Grabowsky und dankte ihnen, dass es möglich war, die Wünsche und Anregungen der Feuerwehr zu berücksichtigen.

75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schapdetten stand auf den Plakaten, die überall im Dorf verteilt hingen. Am 23. und 24 August 2008 wurde dieses Jubiläum gefeiert.
Am Samstag wurde im Festzelt mit Musik bis in den frühen Morgen getanzt und am Sonntag war nach der heiligen Messe der Empfang aller Gäste und für die Kinder ein ansprechendes Rahmenprogramm organisiert.
Löschgruppenführer Winfried Homann begrüßte die Gäste zum Jubiläum, dankte allen, die zum Fest gekommen und zum Gelingen beigetragen hatten.
Nicht nur die Schapdettener Bürger, auch die Vertreter der Vereine, Kreisbrandmeister Donald Niehues, Abordnungen aller Ratsfraktionen, des DRK, CDU-Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling, Feuerwehr-Kameraden aus Bösensell, Havixbeck, Darup, Appelhülsen und Nottuln waren geladen.

In den Monaten von April 2008 bis Januar 2009 wurde nach Bränden immer wieder hinter vorgehaltener Hand geredet:“ Gibt es einen Feuerteufel?“ Aus ungeklärten Umständen kam es während dieser Zeit zu den verschiedensten Schadenfeuern. So auch am 16. Juli 2008.Die Kreisleitstelle rief für die Feuerwehr in der Gemeinde Großalarm aus. Löschzüge aus Appelhülsen, Nottuln, Schapdetten und Darup trafen an der Großbrandstelle im Appelhülsener Gewerbegebiet ein. Die 600 Quadratmeter große Lagerhalle eines Unternehmens, welches mit gebrauchten Fahrzeugen handelt brannte bereits lichterloh. Mit Wasserwerfern, Schaummittel und mehreren B- und C-Rohren wurde gelöscht.
Gleichzeitig wurde ein Entstehungsbrand in dem Gebäude des Landhandels in Appelhülsen durch einen aufmerksamen Feuerwehrmann gelöscht, der auf dem Weg zum Einsatz war.
Am Abend des 10. Januar 2009, wurde die Wehr zu einem Brand an der Leopoldshöhe in Schapdetten gerufen, wo dichter Rauch aus Tür und Fenstern drang und unter schwerem Atemschutz das Feuer gelöscht wurde. Sofort erinnerte man sich, dass in der Nachbarschaft vor kurzem ein Kaminholzstapel in Flammen stand. -Mysteriös.

Wechsel an der Spitze der Feuerwehr in der Gemeinde Nottuln
2009 wurde Bernd Daldrup, bislang stellvertretender Wehrführer, zum Wehrführer ernannt. Bürgermeister Peter Amadeus Schneider überreichte ihm seine Ernennungsurkunde. Bernd Daldrup ist Nachfolger von Heinz Hidding, der das Amt abgegeben hatte.
Zum neuen stellvertretenden Wehrführer wurde Johannes Greve, Löschzugführer aus Darup, bestellt.

Nach Vollendung des 60. Lebensjahres wechselten die Feuerwehrmänner Martin Cauvet und Paul Frye in die Ehrenabteilung. Lange Jahre hatten sie ihren Kameraden hier in der Feuerwehr Schapdetten mit Rat und Tat zur Seite gestanden und so manchen Einsatz gefahren.

Die Feuerwehrleute von Morgen!
Unter diesem Motto wurden im Januar 2010, erstmals 3 Jugendliche in die Feuerwehr aufgenommen, die mit gleichgesinnten aus den anderen Ortsteilen die Jugendfeuerwehr Nottuln bildeten.
Mit Luis Lammers, Nils Appelhans und Max Fröndhoff wurde nun effektive Jugendarbeit geleistet.
Die Jugendfeuerwehr hat das Ziel, Jugendliche für den Einsatz in der Feuerwehr vorzubereiten, so dass sie nach Erfüllung der rechtlichen Voraussetzungen bei entsprechendem Alter in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt werden können.

Die Feuerwehr war eine ziemlich männliche Truppe denn bisher gab es keine Frau in den Reihen der Löschgruppe. Mit der ersten Feuerwehrfrau, ist in Schapdetten der Durchbruch geschafft.
Die reine Männerdomäne hatte 2010 ein Ende, als Jana Zumbrink als erste Feuerwehrfrau in der Gemeinde Nottuln aufgenommen und von ihren Kameraden in Schapdetten spontan willkommen geheißen wurde.

Es war nicht immer einfach, den Anforderungen, die an eine leistungsfähige Feuerwehr zu stellen sind, gerecht zu werden.
Hilfeleistung aller Art, vom Verkehrsunfall bis zum Sturmschaden, von Brandeinsätzen mit Chemikalien und auch Umwelteinsätze wurde das Tagesgeschehen unserer Feuerwehr.
Die technischen und personellen Anforderungen stiegen stetig und so wurde in den letzten Jahren auch die Ausbildung der Feuerwehrleute verbessert.
Auf dem Übungsgelände am Institutes der Feuerwehr NRW in Münster, wo ganze Wohnsiedlungen ein Bahnhof mit einem Zug, ein verunglückter Tankwagen, mehrere Unfallwagen nur für Übungen aufgebaut sind, wurden an einem ganzen Wochenende die verschiedensten Einsätze abgearbeitet.
In einem Spezialcontainer, in dem bei über 800 Grad Celsius die Atemschutzgeräteträger einen realitätsnahen Brandeinsatz bekämpfen mussten, wurde der Einsatz der technischen Ausrüstung sowie die taktische Vorgehensweise realistisch geübt.
Oder die Fahrer der Feuerwehreinsatzfahrzeuge wurden mittels eines Fahrsimulators auf das Fahren mit Blaulicht und Martinshorn auf die verschiedensten Verkehrssituationen vorbereitet und geschult.

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und überflutete Straßen: „Tief Manni“ sorgte am 20.06.2013 für Dauereinsätze.
Gegen 15:00 Uhr wurde der Himmel rabenschwarz, ein heftiges Unwetter mit Sturm und Starkregen wütete im Kreisgebiet. Schapdetten kam glimpflich davon, sodass die Feuerwehr in Darup eingesetzt wurde. Hier hatten die Kameraden mit Schlamm und Wassermassen zu tun.

Mitte des Jahres 2013 gab Bernd Daldrup aus privaten Gründen das Amt des Wehrführers an seinen bisheriger Stellvertreter Johannes Grewe ab. Um die Last dieser Aufgaben auf mehreren Schultern zu verteilen, wurde ihm als Vertreter Jörg Potthast und Heinz Mentrup zur Seite gestellt.

Auf der Generalversammlung im Jahr 2014 legten Löschgruppenführer Winfried Homann und sein Stellvertreter Christian Kemming ihre Ämter nach 17 jähriger Tätigkeit nieder. Die Nachfolger sollen dann nach der Anhörung der Löschgruppe durch die Wehrführung bestellt werden.

Freiwillige Feuerwehr Schapdetten im Jahr 2013/14

Einsatzabteilung:
Homann, Winfried Kemming, Christian
Appelhans, Sven Cauvet, Gabriel Eichriedler, Frank
Frye, Ingo Huwe, Kai Lengers, Tobias
Lübke, Dominik Rach, Martin Schriever, Mark
Schriever, Reinhard Steens, Adrian Storb, Rainer
Sunke, Christoph Welling, Frank Zumbrink, Jana
Zumbrink, Jonas

Jugendfeuerwehr:
Appelhans, Niels Lammers, Luis

Ehrenabteilung:
Cauvet, Martin Frye, Paul Laus, Jürgen
Kemper, Helmut Gausepohl, Bruno Lengers, Engelbert

Was einst mit Wassereimern und handbetriebenen Spritzen begonnen hat, stellt sich heute als hochtechnisierte Tätigkeit dar. Mit den technischen Möglichkeiten sind auch gleichzeitig die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr gestiegen.

Jedoch besteht eine funktionierende Feuerwehr nur mit den Kameradinnen und Kameraden die immer bereit sind anderen Menschen zu helfen.

GOTT ZUR EHR, DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR

Winfried Homann
(Löschgruppenführer 1997-2014)

 

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