Ein Toter nach Großbrand

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Ein Menschenleben hat der Großbrand im Nottulner Ortsteil Schapdetten gefordert. Die Feuerwehrleute konnten einen Bewohner des abgebrannten Hauses nur noch tot bergen.

Von Frank Vogel, Dieter Klein

Diesen Großeinsatz werden die Feuerwehrleute aus der Gemeinde Nottuln nicht so schnell vergessen: Bei einem Hausbrand in Schapdetten ist am Dienstag ein Haus komplett abgebrannt und ein Bewohner ums Leben gekommen. Die Feuerwehrleute konnten nur noch die Leiche bergen. Deren Identität muss noch festgestellt werden.

Um 6.45 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Eine heftige Explosion hatte Schapdetten erschüttert. Schon kurze Zeit später heulten die Sirenen durch das Dorf. An der Pfarrer-Wesselinck-Straße stand ein Einfamilienhaus in hellen Flammen.

Für die Feuerwehrleute aller vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln hatte die Leitstelle zwar zunächst einen „Dachstuhlbrand nach Explosion“ gemeldet. Doch schon vor Eintreffen am Brandort wurde die Alarmierung erhöht, wie Pressesprecher Tobias Plogmaker erläutert. Denn als die Löschzüge mit rund 60 Mann Besatzung in Minutenabständen an der Brandstelle eintrafen, brannte das ganze Haus von oben bis unten. Vor allem aus einem zerstörten Dachbalkon im ersten Obergeschoss schossen die Flammen. Ein Giebel war eingestürzt, vermutlich, so Plogmaker durch die Wucht der Explosion.

Foto: Dieter Klein

Schwierige Löscharbeiten

Die Retter bekämpften den Brand von allen Seiten, auch das Drehleiterfahrzeug kam zum Einsatz, um den Brand von oben anzugehen. „Im Erdgeschoss konnten wir noch einen Innenangriff durchführen, ins Obergeschoss sind wir aber schon nicht mehr hineingekommen“, so Oberbrandmeister Plogmaker weiter. Der Feuerwehr gelang es dann aber trotzdem, die Ausdehnung der Flammen auf die dicht nebeneinander stehenden Nachbarhäuser zu verhindern.

Zwei Menschen waren im Haus

Eine 75-jährige Hausbewohnerin konnte sich selbst aus dem brennenden Anwesen retten, teilt die Kreispolizeibehörde mit. Die Frau stand unter Schock, Notfallseelsorger Dr. Thomas Flammer und Dechant Norbert Caßens kümmerten sich um sie. Doch für den Menschen im Obergeschoss kam jede Hilfe zu spät. Er konnte nur noch tot geborgen werden. „Die Identität der Person steht derzeit noch nicht fest“, teilte die Polizei am Mittag mit. Ersten Vermutungen nach handelt es sich aber wahrscheinlich um den Sohn der älteren Dame. Weitere Personen, so die Polizei, wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt.

Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Heinz Mentrup. Mit ihm war auch Wehrführer Johannes Greve vor Ort. Später erschien Bürgermeisterin Manuela Mahnke bei den Feuerwehrkameraden, ebenso Feuerwehrarzt Dr. Hans-Jürgen Schönhauser.

Noch immer Glutnester

Die Löscharbeiten dauern vermutlich noch bis in die Abendstunden an, teilte der Pressesprecher der Feuerwehr mit, weil immer wieder Glutnester bekämpft werden müssen. Die Brandstelle ist weiträumig abgesperrt, das Haus als unbewohnbar deklariert worden.

Ursache noch unbekannt

Wie es zu der Explosion beziehungsweise Verpuffung kam, muss noch geklärt werden. Die Polizei hat die Brandermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden an dem Haus lässt sich zurzeit noch nicht abschätzen, teilt die Polizei abschließend mit.

 

Quelle: wn

 

 

Veröffentlicht unter Aktuell, Einsätze, Presse

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