150 Wehrleute im Einsatz

Liebigstraße einen ihrer größten Einsätze der letzten Zeit.

Von Dieter Klein und Ludger Warnke

Eine Rauchsäule so hoch am Himmel, dass sie auch von Appelhülsen gut sehen war. Flammen, die wild und meterlang aus dem zerborstenen Dach emporschnellten. Aus noch unbekannten Gründen brach in der Lagerhalle einer Firma für Glasdekore ein Feuer aus. Nach ersten Informationen der Polizei wurden Menschen nicht verletzt, wohl entstand aber erheblicher Sachschaden.

Als die Feuerwehr um 16.52 Uhr alarmiert wurde und ausrückte, züngelten die Flammen schon aus dem Dach hervor und dichter, schwarzer Rauch stand wie ein Menetekel über dem Gewerbegebiet. Unter der Einsatzleitung von Wehrführer Johannes Greve bekämpften rund 150 Feuerwehrleute den Brand. Die Nottulner hatten zusätzlich die Drehleiterfahrzeuge aus Senden, Dülmen und Coesfeld alarmiert, ferner rückte auch die Feuerwehr Buldern aus. Auch der Rettungsdienst war vor Ort, brauchte aber nicht tätig zu werden.

Die Polizei sperrte den Einsatzort weiträumig ab. Bis dahin hatten Schaulustige aus großer Nähe die Löscharbeiten verfolgt. Hörten die explosionsartigen Geräusche im Innern der Halle. Sahen, wie aus dem brennenden Dach immer wieder Trümmerteile hervorgeschossen kamen.

Die Einsatzkräfte gingen von mehreren Seiten gegen den Brand vor, dies aber mit besonderer Vorsicht. Nach Feuerwehrangaben lagerten in der Halle leicht brennbare Lösungsmittel und Farben. Für die Brandbekämpfung setzte die Wehr daher nicht nur mehrere C-Rohre und den Wasserwerfer ein, sondern auch die Schaumkanone. Um den enormen Bedarf an Löschwasser sicherzustellen, wurden von mehreren Hydranten in der Oststraße, Liebigstraße und auch Appelhülsener Straße Schlauchleitungen gelegt.

Knapp eineinhalb Stunden nach Alarmierung meldet die Wehr: „Das Feuer ist unter Kontrolle.“ Damit war natürlich der Einsatz noch längst nicht beendet. Wehrführer Johannes Greve prophezeite, dass die Wehr wohl bis tief in die Nacht hinein vor Ort tätig sein werde.

Wegen der Straßensperrungen – auch die Appelhülsener Straße (B525) war gesperrt – kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Durchgangsverkehr wurde über Schapdetten geleitet. Am Abend gegen 20.22 Uhr konnte die Sperrung der Appelhülsener Straße (B525) aufgehoben werden. Derzeit sind nur noch die Liebigstraße und angrenzende Straßen im Nottulner Industriegebiet vorläufig gesperrt.

Für die Feuerwehr war der Lagerhallenbrand bereits der vierte Einsatz innerhalb eines Tages: Am Morgen gegen 8 Uhr rückte sie zu einem Kaminbrand in Darup aus, um 14.54 Uhr war ein Zimmerbrand im Martinistift an der Reihe, um 15.12 Uhr folgte ein Einsatz auf der B525/Nähe Autobahn, wo ein Lkw brannte.

 

Quelle:wn

Veröffentlicht unter Aktuell, Einsätze, Presse

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