Bewohner im Schlaf überrascht

Nottuln –

Zu einem Großbrand sind alle vier Löschzüge der Gemeinde Nottuln am Samstagabend ausgerückt. In der Bauerschaft Buxtrup brannte ein Stall mit angrenzendem Wohnhaus

Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr am späten Samstagabend: Nach Polizeiangaben meldete um 21.47 Uhr ein Anwohner einen Dachstuhlbrand auf einem Hof in der Bauerschaft Buxtrup. Alle vier Löschzüge der Gemeinde – aus Appelhülsen, Nottuln, Darup und Schapdetten – rückten aus.

„Als wir eintrafen, brannte das Gebäude – eine Stallung mit angrenzendem Wohngebäude – schon fast in voller Ausdehnung“, erklärte stellvertretender Wehrführer Heinz Mentrup, der den Einsatz leitete. „Deshalb konnten wir den Schaden nur noch begrenzen.“ Die Wehrleute verhinderten, dass durch den Funkenflug nicht auch noch die Nebengebäude in Brand gerieten.

Zur Unterstützung wurden das Drehleiterfahrzeug aus Senden und ein Tanklöschfahrzeug aus Dülmen zur Einsatzstelle gerufen. Die über 80 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer von mehreren Seiten. Weil der Giebel des Hauses nach dem Brand frei stand und einzustürzen drohte, wurde dieser aus Sicherheitsgründen mit einem Teleskoplader kon­trolliert abgerissen, wie Heinz Mentrup weiter schildert.

Die Bewohner des Hauses – zwei Erwachsene und drei Kinder – wurden im Schlaf von dem Feuer überrascht, konnten sich aber glücklicherweise rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auch die im Stall untergebrachten Pferde wurden vom Besitzer unverletzt auf eine Weide getrieben. Die Feuerwehr rettete zudem zwei Hunde aus den Flammen.

Zurzeit stehe die Brandursache noch nicht fest, teilt die Kreispolizeibehörde Coesfeld mit. Der Brandort sei für weitere Ermittlungen vorerst beschlagnahmt worden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf circa 250 000 Euro.

Neben Heinz Mentrup war auch stellvertretender Wehrführer Dr. Jörg Potthast vor Ort, Gemeindewehrführer Johannes Greve weilte im Urlaub. „Die Zusammenarbeit der Löschzüge hat sehr gut funktioniert“, meinte Mentrup, und auch der vor Ort anwesende Kreisbrandmeister Donald Niehues sei mit der Durchführung des Einsatzes zufrieden gewesen.

In großer Stärke war der Löschzug Appelhülsen an dem Einsatz beteiligt. Der Grund: Die Kameraden waren gerade auf ihrer Jahreshauptversammlung, die sie auf der Stelle beendeten, um zu helfen. Gegen 3 Uhr nachts rückten die letzten Wehrleute vom Einsatzort ab, zu Nachlöscharbeiten waren am Sonntagmorgen noch einmal einige Kameraden auf dem Hof.

 

Quelle:wn

Veröffentlicht unter Aktuell, Einsätze

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