Sechs Pferde Verenden bei Großbrand auf Nottulner Pferdezuchtbetrieb

Sachschaden von 300 000 Euro : Sechs Pferde verenden bei Großbrand auf Nottulner Pferdezuchtbetrieb

Großbrand in der Bauerschaft Uphoven: Dabei verendeten am Freitagnachmittag mindestens sechs Pferde. Foto: Dieter Klein

Mehrere verendete Pferde, zwei leicht verletzte Personen und ein ausgebrannter Stall – das sind die Folgen eines Feuers, das gestern am späten Nachmittag auf einem Pferdezuchtbetrieb in der Bauerschaft Uphoven ausgebrochen war. Zu einem Großeinsatz mussten deshalb nicht nur die Löschzüge aus Nottuln, Appelhülsen, Schapdetten und Darup ausrücken. Auch die Feuerwehr Dülmen war nachalarmiert worden und hatte einige Wehrleute zur Unterstützung geschickt.

Nach Auskunft von Oberkommissarin Britta Lindner, die als Sprecherin der Kreispolizeibehörde Coesfeld vor Ort fungierte, war der Brand um 16.28 Uhr gemeldet worden. Der Hofbesitzer habe in der Nähe der Stallungen Schweißarbeiten durchgeführt. Nach deren Ende habe er plötzlich das Feuer in der Stallung entdeckt. Er habe, so die Polizei, versucht, die dort untergebrachten Zuchtstuten und ihre Fohlen zu befreien.

Unterstützt wurde er dabei von einem zufällig vorbeikommenden Gast. Beide Männer wurden dabei verletzt. Der Gast zog sich eine leichte Rauchvergiftung zu, der Hofbesitzer erlitt Verbrennungen im Gesicht, an der Hand und im Schulterbereich. Er habe sich auf eigenen Wunsch nicht ins Krankenhaus bringen lassen, sondern habe vor Ort bleiben wollen, teilte Lindner weiter mit.

Am frühen Abend ging die Polizei davon aus, dass sechs oder sieben Tiere nicht mehr rechtzeitig aus dem brennenden Gebäude gerettet werden konnten und verendeten. Mindestens ein weiteres Tier musste vom hinzugezogenen Tierarzt erschossen werden, weil es zu lange im Rauch gestanden hatte. Der Wert der Tiere, so teilte die Polizei mit, liege nach einer ersten Schätzung bei rund 300 000 Euro. Genaueres werde man aber erst später wissen. Der Sachschaden am Gebäude war kurz nach dem Brand noch nicht zu beziffern.

Beim Eintreffen der Einsatzfahrzeuge der Löschzüge hatten der Besitzer und sein Helfer bereits die meisten Pferde aus ihren Stallungen auf angrenzende Koppeln treiben können. Die Wehrleute löschten das Gebäude und zogen das dort gelagerte Stroh, das immer wieder aufflammte, auf die benachbarten Weiden. Eine großflächige Photovoltaik-Anlage auf einer benachbarten Scheune konnte dank des raschen Löschangriffs – ersten Einschätzungen vor Ort zufolge – gerettet werden.

Die Polizei wird jetzt die Ursache des Brandes zu ermitteln versuchen. Die Frage, ob möglicherweise die Schweißarbeiten mit dem Ausbruch des Feuers zu tun haben, ist dabei völlig offen.von Dieter Klein

 

Quelle: WN

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